Fall liegt jetzt beim DFB Freigang droht Sperre – NADA bestätigt drei Meldeversäumnisse

Laura Freigang, Kapitänin von Eintracht Frankfurt und Spielerin der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft, steht vor einer möglichen Sperre von bis zu zwei Jahren wegen Meldeversäumnissen im Anti-Doping-Verfahren. Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) bestätigte am Freitag, dass die 28-Jährige innerhalb von zwölf Monaten dreimal nicht am angegebenen Ort für Dopingkontrollen angetroffen wurde – sogenannte „Strikes“. Dies führte zur Einleitung eines Disziplinarverfahrens durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB).
Die Meldung der NADA erschien zeitgleich mit dem WM-Qualifikationsspiel der deutschen Frauen gegen Norwegen, bei dem Freigang nicht zum Kader gehörte. Die Fußballerin steht für die Partie gegen Slowenien kommende Woche weiterhin nicht in der Startaufstellung, ist jedoch auf Abruf nominiert. Bundestrainer Christian Wück begründete seine Entscheidung mit der Form anderer Spielerinnen auf deren Position.
Wichtig zu betonen ist, dass gegen Freigang kein Dopingverdacht im Sinne eines positiven Dopingtests vorliegt. Der kicker berichtete, sämtliche Proben der Angreiferin seien negativ gewesen. Das Problem liege ausschließlich in den drei Meldeversäumnissen, die gemäß den Regularien der Anti-Doping-Bestimmungen bereits ein Disziplinarverfahren nach sich ziehen können. Wenn ein Sportler innerhalb eines Jahres dreimal an seinem angegebenen Aufenthaltsort nicht gefunden wird, gilt dies als schwerwiegender Verstoß, der eine lange Sperre zur Folge haben kann – mit einer möglichen Dauer von bis zu zwei Jahren.
Der Fall befindet sich offiziell in der Zuständigkeit des DFB, der die Untersuchung und Bewertung des Sachverhalts übernimmt. Eine Sprecherin des Verbandes äußerte sich zurückhaltend: „Die Mitteilung der NADA ist eingegangen, mehr können wir dazu aktuell nicht sagen.“ Bundestrainer Wück zeigte sich ebenfalls wortkarg: Er wies darauf hin, dass er selbst keine persönlichen Erfahrungen mit solchen Verfahren habe und sich demnach nicht dazu äußern werde. Sowohl Freigang als auch ihr Verein haben sich bislang nicht öffentlich zur Situation geäußert.
Die aktuelle Situation wirft ein Schlaglicht auf die strikten Regelungen im Anti-Doping-Kontrollsystem, die nicht nur positive Testergebnisse, sondern auch Meldepflichtverstöße hart sanktionieren können. Im Spitzensport werden Athleten verpflichtet, ihre Aufenthaltsorte verbindlich anzugeben, um unangekündigte Kontrollen zu ermöglichen. Eine Missachtung dieser Regelungen wird als ernstzunehmender Verstoß bewertet, da sie die Integrität des Sports und die Wirksamkeit der Anti-Doping-Maßnahmen gefährdet.
Für Freigang, die als eine der prägenden Figuren im deutschen Frauenfußball gilt und in der laufenden Saison mit Eintracht Frankfurt sportlich für Furore sorgt, könnte diese Entwicklung sowohl ihre Karriere auf Vereinsebene als auch im Nationalteam erheblich beeinflussen. Eine langfristige Sperre würde sie für die kommende WM-Qualifikation und mögliche Großereignisse außer Gefecht setzen und den ohnehin umkämpften Konkurrenzkampf in der DFB-Elf weiter anheizen.
Der Fall wird mit Spannung erwartet und zeigt, wie wichtig eine gewissenhafte Einhaltung der administrativen Pflichten im Profi-Fußball ist. Die Anti-Doping-Agenturen und der DFB prüfen derzeit die vorliegenden Informationen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Ob und in welchem Umfang das Verfahren Auswirkungen auf die weitere Einberufung von Laura Freigang in die Nationalmannschaft hat, bleibt abzuwarten.
Die WM-Qualifikation der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft verläuft bislang erfolgreich, dennoch bringt die Personalie Freigang zusätzliche Diskussionspunkte und Herausforderungen mit sich. Die Verantwortlichen stehen unter erhöhtem Druck, den Fall transparent und fair zu bearbeiten, ohne den sportlichen Wettbewerb unnötig zu belasten. Gleichzeitig wird deutlich, dass selbst erfahrene Spielerinnen mit strengen Anforderungen konfrontiert sind, die über das sportliche Talent hinausgehen.
In der weiteren Berichterstattung bleibt die Frage, ob Freigang das Verfahren nutzen kann, um ihre Sicht der Dinge darzulegen, und wie der DFB die Angelegenheit abschließend bewertet. Bis zu einer Entscheidung wird die Angreiferin weiter als „auf Abruf“ genannt und bleibt somit in einer ungeklärten sportlichen und persönlichen Situation. Die kommenden Wochen könnten für sie entscheidend sein – sowohl für ihre Zukunft im Nationalteam als auch für ihre Reputation im deutschen Fußball.
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