Kai Havertz geht mit „breiter Brust ins erste Gruppenspiel“

Kai Havertz demonstriert eindrucksvoll seinen Wert im DFB-Team
Kai Havertz meldet sich nach der Enttäuschung im Champions-League-Finale mit Arsenal eindrucksvoll im Trikot der deutschen Nationalmannschaft zurück. Beim Testspiel gegen die USA gelang dem Offensivspieler ein früher Treffer, der die Grundlage für den 2:1-Erfolg legte. Nur 104 Sekunden nach Anpfiff setzte Havertz mit einem kaltblütigen Kopfball ein Ausrufezeichen – eine butterweiche Flanke von Joshua Kimmich aus dem rechten Halbfeld brachte den Angreifer in eine perfekte Position, um das frühe Tor zu erzielen.
Doch mit seinem Tor war Havertz bei weitem nicht am Ende seines starken Auftritts. In der zweiten Halbzeit zeigte der 27-Jährige erneut seine Spielintelligenz und seine Fähigkeit, Räume zu nutzen. In der 57. Minute setzte er einen cleveren Laufweg in den Strafraum, um dort gekonnt auf Leroy Sané abzulegen, der das 2:1 erzielte. Diese vorbereitende Aktion unterstreicht Havertz’ Bedeutung für das Offensivspiel der deutschen Mannschaft. Bereits im März hatte er gegen Ghana mit einem Elfmeter den Torreigen für Deutschland eröffnet und damit seine Scorerpunkte im Jahr 2026 auf drei erhöht.
Havertz selbst betonte nach der Partie bei der ARD, wie wichtig der frühe Führungstreffer gewesen sei. „Es ist immer gut, früh zu treffen“, erklärte der Arsenal-Profi. Dabei wies er auch auf das intensive Training hin, das das DFB-Team auf Standardsituationen legt. Die genaue Abstimmung beim Timing und den Laufwegen seien entscheidend, und die Flanke von Kimmich demonstriere die hohe Qualität im Kader. „Wir wissen alle, dass Jo den Ball genau dort hinspielen kann, wo man ihn haben will“, so Havertz.
Der Sieg gegen die USA war kein Spaziergang. „Manchmal muss man auch eklig gewinnen“, gestand Havertz offen ein. Denn die amerikanische Mannschaft brachte einige individuell sehr starke Spieler auf den Platz, und zudem bereiteten die äußeren Bedingungen – insbesondere der ungewöhnliche, „spezielle“ Rasen in Chicago – dem deutschen Team aufgrund des schwerfälligen Spiels Kopfzerbrechen. Gerade gegen diese Herausforderunge n zeigte Havertz, wie wertvoll sein Beitrag ist, indem er sowohl als Torschütze als auch als Vorbereiter glänzte.
Neben Havertz äußerte sich auch Leroy Sané zu den schwierigen Spielbedingungen und lobte die Einstellung der Mannschaft: „Es war ein schwieriger Gegner, der Platz ein bisschen stumpf. Wir wollen voll angreifen.“ Diese Entschlossenheit zeugt von dem großen Selbstvertrauen, mit dem das Team in die letzten Vorbereitungsspiele vor der WM startet.
Bundestrainer Julian Nagelsmann deutete auf der Pressekonferenz bereits an, dass Havertz gute Chancen hat, auch beim WM-Auftakt gegen Curaçao von Beginn an zu spielen. „Man hat für die Startelf immer einen Plan im Kopf, aber auch immer einen Plan B. Es werden sicher nicht acht Spieler gewechselt werden zum WM-Auftakt“, ließ Nagelsmann durchscheinen. Havertz’ Leistung gegen die USA dürfte hierbei ein gewichtiges Argument sein, zumal er 2026 bereits bewiesen hat, dass er in wichtigen Spielen Müller-mäßige Ruhe und Effektivität mitbringt.
Abseits der sportlichen Leistungen war die Stimmung im Team bei den erzielten Treffern bemerkenswert locker und ausgelassen. Die Freude über das Tor und den Sieg spiegelte sich in den Jubelgesten wider und zeigte eine Mannschaft, die sich gut versteht und mit voller Energie in die kommenden Aufgaben geht. Sané beschrieb das Zwischenmenschliche im Team treffend: „Wir verstehen uns alle sehr gut und freuen uns riesig auf die WM.“ Havertz ergänzte: „Wir sind in einer guten Form und gehen mit Selbstbewusstsein und breiter Brust in das erste Gruppenspiel.“
Summa summarum ist Kai Havertz derzeit einer der Schlüsselspieler der deutschen Nationalmannschaft. Mit seinem feinen Gespür für den richtigen Moment und seiner starken Technik bringt er die Angriffe ins Rollen und kann auch selbst für Tore sorgen. Seine jüngsten Leistungen zeigen, dass er nach der bitteren Finalniederlage in Barcelona nicht im Schatten stehen bleibt, sondern mit Energie und Klasse vorangeht. Die DFB-Fans dürfen sich darauf freuen, Havertz auch bei der Weltmeisterschaft als eine tragende Säule im Spiel nach vorn zu sehen – und wer weiß, ob er nicht erneut früh für Jubel sorgen wird.
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