ATP-Turnier in Stuttgart Aus im Achtelfinale: Hanfmann und Struff scheiden aus

Was ist passiert?
Beim ATP-Turnier in Stuttgart sind die Hoffnungen auf ein starkes deutsches Abschneiden im Achtelfinale enttäuscht worden. Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff schieden aus. Hanfmann verlor nach großem Kampf gegen den Italiener Mattia Bellucci in drei Sätzen mit 5:7, 7:6 (7:4), 2:6. Trotz zwei abgewehrter Matchbälle im zweiten Satz konnte sich der Karlsruher nicht bis ins Viertelfinale durchsetzen und verpasste damit seinen ersten Einzug unter die besten Acht auf dem Weissenhof. Hanfmann, der in seinem 200. ATP-Match auf seinen möglichen 100. Sieg hoffte, hatte insbesondere im entscheidenden Satz mit körperlichen Problemen zu kämpfen und erhielt eine Behandlung am Rücken. Sein Gegner Bellucci überzeugte mit mutigem und variantenreichem Spiel. Auch Jan-Lennard Struff musste sich im Achtelfinale nach einem packenden Duell dem kasachischen Topspieler Alexander Bublik geschlagen geben. Struff verlor 6:7 (3:7), 6:3, 2:6, obwohl er im ersten Satz mit der Störung durch laute Party-Musik auf der Anlage fertigwerden musste. Trotz guter Phasen reichte es am Ende nicht gegen den aufschlagstarken Bublik, der seine Favoritenrolle bestätigte.
Warum ist das wichtig?
Das Ausscheiden der beiden deutschen Profis hat direkte Auswirkungen auf die deutsche Präsenz bei einem traditionsreichen Rasenturnier wie dem ATP-Event in Stuttgart. Yannick Hanfmann zeigte Charakter und bot dem Gegner Paroli, doch sein Rückschlag am Rücken und die Unfähigkeit, den Aufschlag von Bellucci zu brechen, verhinderten einen Meilenstein in seiner Karriere. Hanfmanns Ausscheiden bedeutet, dass die Chance auf seinen 100. Tour-Sieg und eine wichtige Viertelfinal-Teilnahme knapp verpasst wurde. Jan-Lennard Struff, der bereits auf Grand-Slam-Ebene mit überraschenden Siegen gegen Bublik auf sich aufmerksam gemacht hatte, konnte seine aktuelle Form beim Rasenturnier nicht bestätigen. Die frühe Runde stellt einen Rückschlag dar, besonders da er der letzte verbliebene deutsche Spieler war. Für das Turnier und den deutschen Tennisfan bleibt der Weissenhof somit ohne gesetzte Spieler im weiteren Verlauf, was auch die Aufmerksamkeit und die Lokalunterstützung beeinträchtigen dürfte.
Ausblick
Für Yannick Hanfmann steht nun Erholung und das genaue Abklären seiner Rückenprobleme auf dem Programm, bevor die Rasensaison weitergeht. Die verpasste Viertelfinalteilnahme in Stuttgart wird ein Ansporn für weitere Turniere sein. Mattia Bellucci hingegen zieht mit seinem mutigen Auftritt in die nächste Runde ein und könnte als Außenseiter für Überraschungen sorgen. Jan-Lennard Struff wird sich nach der Niederlage gegen den aufschlagstarken Bublik wieder neu formieren müssen, gerade im Hinblick auf die bevorstehenden wichtigen Turniere auf Rasen und Hartplatz. Die Auftaktphase auf Gras bleibt für beide deutschen Spieler eine Herausforderung, an der es gilt, zu arbeiten. Stuttgart als eines der bedeutenden Turniere im Vorfeld von Wimbledon zeigt damit einmal mehr, wie eng und unberechenbar der Wettbewerb auf Rasenniveau ist.
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