Titelverteidigerin im Queen's Club Vorjahres-Siegerin Tatjana Maria überzeugt erneut in London

Was ist passiert?
Tatjana Maria hat beim WTA-Turnier im Londoner Queen’s Club erneut überzeugt. Die deutsche Tennisspielerin, die im Vorjahr überraschend den Titel in West Kensington gewann, setzte sich in der ersten Runde mit 6:3, 6:3 gegen die Griechin Maria Sakkari durch. Nach ihrem beeindruckenden Erfolg im vergangenen Jahr startete Maria auch diesmal aus der Qualifikation ins Hauptfeld, da sie keine Wildcard erhielt. Im Achtelfinale wartet mit Jelena Rybakina eine enorme Herausforderung. Die Weltranglistenzweite aus Kasachstan, die 2026 die Australian Open gewann und in London an Position eins gesetzt ist, unterlag Maria im Vorjahr überraschend in zwei Sätzen auf Rasen.
Auch Laura Siegemund bestätigte ihre starke Form. Sie gewann gegen die Britin Francesca Jones mit 6:2, 6:3 und zog als erste Deutsche ins Achtelfinale ein. Dort trifft sie auf Amanda Anisimova aus den USA, die an Position zwei gesetzt ist. Hingegen erlebte Tamara Korpatsch einen Rückschlag. Nach ihrem Erfolg bei den French Open in Paris verlor sie in s’Hertogenbosch ihr Auftaktmatch gegen Elena-Gabriela Ruse aus Rumänien knapp in zwei Sätzen.
Warum ist das wichtig?
Für Tatjana Maria ist die Rasensaison von großer Bedeutung. Mit 38 Jahren gehört sie nicht mehr zu den jüngsten Spielerinnen auf der Tour. Ihr Vorjahreserfolg im Queen’s Club war ein Karrierehöhepunkt und machte sie zur Favoritin in London. Da sie aktuell auf Platz 52 der Weltrangliste steht und trotz ihres Titels keine Wildcard erhalten hat, zeigt sich die schwierige Wettbewerbslandschaft im Profi-Tennis. Gute Ergebnisse auf Rasen sind für Maria entscheidend, um ihren Platz in der Weltrangliste zu verteidigen und nicht weiter abzurutschen. Ihre Performance auf dem schnellen Untergrund, insbesondere das bevorstehende Duell mit Jelena Rybakina, hat auch Bedeutung für den weiteren Saisonverlauf in der Vorbereitung auf Wimbledon.
Laura Siegemunds Vorrücken ins Achtelfinale hebt das deutsche Tennis zusätzlich hervor. Ihr bevorstehendes Match gegen Amanda Anisimova wird zeigen, ob sie sich gegen eine Topspielerin auf dieser Ebene behaupten kann. Tamara Korpatsch’ Niederlage illustriert die Schwierigkeiten, die viele Spielerinnen nach starken Auftritten bei Grand-Slam-Turnieren erleben, wenn sie an andere Turnierorte zurückkehren.
Ausblick
Das Queen’s Club Turnier wird für Tatjana Maria nun zu einer echten Bewährungsprobe. Das Aufeinandertreffen mit Jelena Rybakina verspricht Spannung und könnte entscheidend für ihre weitere Saison sein. Ein weiterer Erfolg würde nicht nur wichtige Ranglistenpunkte bringen, sondern auch den Glauben an weitere Erfolge auf Rasen stärken. Für Maria ist das Ziel klar: Sie möchte erneut beweisen, dass ihr Vorjahreserfolg mehr als ein Zufall war.
Laura Siegemund steht nach ihrem Sieg vor einem der schwersten Matches der Saison. Gegen Amanda Anisimova wird sich zeigen, ob sie in der Lage ist, auch auf diesem Niveau zu bestehen und ihre Position unter den besten Spielerinnen zu festigen. Währenddessen wird Tamara Korpatsch die Erfahrung aus ihrer Niederlage mitnehmen und versuchen, bei kommenden Turnieren konstanter zu spielen.
Insgesamt zeigt das Londoner Rasenturnier, dass die deutschen Tennisfrauen gut aufgestellt sind, trotz der starken Konkurrenz aus dem internationalen Feld. Die kommenden Partien werden wichtige Hinweise darauf geben, wie sich die deutsche Damenmannschaft in der restlichen Rasensaison präsentiert und welche Chancen sie bei den großen Turnieren wie Wimbledon hat.
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